Nach Paris – Ergebnisse, Zukunftspläne, Reaktionen

Die Weltklimakonferenz in Paris ist seit einigen Tagen vorbei. Der am Ende beschlossene Klimavertrag gilt als historischer Erfolg – und wird von Klimaschützern trotzdem teils scharf kritisiert. Aber was ist denn nun richtig? Hier bekommt ihr noch einmal die wichtigsten Ergebnisse im Überblick und dazu Ideen, wie ihr selbst etwas zum Schutz der Erde beitragen könnt.

Am vergangenen Samstagabend war es soweit: 195 Staaten sowie die EU haben sich auf einen Klimavertrag geeinigt. Dieser Fakt ist tatsächlich historisch, denn durch das Abkommen verpflichten sich erstmals fast alle Länder der Welt vertraglich auf ein gemeinsames Vorgehen, um die Erderwärmung in Zukunft zu bekämpfen. Der Weg dahin war lang. Die Verhandlungen zu dem Vertrag fanden nämlich nicht nur auf der Klimakonferenz in Paris statt, sondern dauerten über vier Jahre an. Allerdings: Unterzeichnet ist bisher noch nichts. Das Abkommen wurde von den Staaten angenommen, aber die offizielle Vertragsunterzeichnung findet erst am 22. April 2016 in New York statt. Dann müssen 55 Staaten verbindlich zustimmen, die zusammen mindestens 55 Prozent des globalen Treibhausgasausstoßes ausmachen.

Was steht drin?

Das wichtigste Ziel ist die Begrenzung der Erderwärmung auf “deutlich unter 2 Grad” im Vergleich zur Temperatur am Ende des 19. Jahrhunderts, soweit möglich soll die Temperaturerhöhung 1,5 Grad nicht übersteigen.  Um das zu erreichen, soll in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts einGleichgewicht geschaffen werden zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und deren Absorption, sprich: Es darf nur so viel ausgestoßen werden wie auch aufgefangen werden kann, zum Beispiel durch Wälder, aber auch durch sogenanntIMG_8316ae unterirdische Kohlespeicher.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Finanzhilfen, die Industriestaaten an Entwicklungsländer leisten sollen. 100 Milliarden Dollar sollen jährlich gezahlt werden, um ärmere Länder beim Klimaschutz sowie bei der Anpassung an die Erderwärmung zu unterstützen und um Regionen zu sichern, die besonders vom Klimawandel bedroht sind. Aber: Ein Schadensersatz an Staaten, die besonders stark von den Auswirkungen der Erderwärmung betroffen sind, wird ausgeschlossen. In Zukunft muss zudem jedes Land Bilanzberichte über seinen CO2-Ausstoß vorlegen. Dabei werden die unterschiedlichen Voraussetzungen der Staaten berücksichtigt, sodass für ärmere Länder nicht die gleichen Ansprüche gelten wie für die Industriestaaten. Starttermin für den Klimavertrag ist 2020.
Ihr wollt ausführlichere Infos? Dann könnt ihr euch in den beiden Artikel der Welt und vom Spiegelgenauer informieren.

Wie wurde darauf reagiert?

Umarmungen, Tränen, Jubel und Kritik – die Reaktionen auf den beschlossenen Klimavertrag fielen unterschiedlich aus. Internationale Stimmen zum Klimavertrag hat die Süddeutsche Zeitung hierzusammengefasst – unter anderem mit Statements von Angela Merkel, Barack Obama und dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Kritik gab’s von Seite verschiedener Wirtschaftsführer und Wissenschaftler. Die Bestimmungen des Vertrags würden nicht ausreichen, um die Erderwärmung tatsächlich auf 1,5 Grad zu begrenzen, und auch Erwartungen der deutschen Wirtschaft seien nicht erfüllt worden, heißt es zum Beispiel. Mehr kritische Stimmen lest ihr in diesem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Was können wir tun?

Auch wir selbst können natürlich einen Beitrag dazu leisten, die Umwelt zu schützen und die Erderwärmung zu begrenzen. Wir haben bei Magdeburgern nachgefragt, was sie privat tun, um möglichst umweltfreundlich zu leben – und erstaunlich viele unterschiedliche Antworten bekommen.

Noch mehr Ideen, wie man nachhaltig sein und damit das Klima schützen kann, haben wir für euch in unserem Pageflow “Magdeburg mag’s nachhaltig” zusammengestellt. Mit Audios, Videos, Bildern und Texten zeigen wir euch Initiativen in der Landeshauptstadt, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen. Von ökologischen Lebensmitteln über nachhaltige Kleidung bis hin zu umweltschonendem Solarstrom – seht selbst, was alles möglich ist.

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